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WISSENSWERTES über die Tropenstation La Gamba |
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Für Infos rund um Aufenthalt in der Station, Aktuelles, Natur, Forschung, Publikationen und downloads benutzen Sie bitte den Navigationsbalken! |
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Hautnah am letzen mittelamerikanischen Tieflandregenwald... Die Tropenstation La Gamba
befindet sich nahe der Pazifikküste im Süd-Westen Costa Ricas in der Provinz
Puntarenas, 8 km im NNW der Stadt Golfito. Sie gehört zur kleinen Ortschaft
La Gamba und liegt nur 4 km entfernt vom Interamerican Highway. Die
nächstgelegene Stadt ist Golfito, welche auch einen Flugplatz besitzt,
der von der Hauptstadt San José angeflogen wird. Die Station liegt in einem Tal direkt am Rande des
Nationalparks Piedras Blancas, der den letzten primären
tropischen Tieflandregenwald Mittelamerikas beherbergt. Im Süden wird das
Nationalparkareal durch den Golfo Dulce
und im Nordwesten durch den Rio Esquinas begrenzt, weshalb der Wald auch "Bosque Esquinas"
benannt wird. Ein Teil des Waldes wurde vor vielen Jahren durch eine beispielhafte Aktion des Wiener Musikers Prof. Michael Schnitzler mit österreichischen Spendengeldern von der Ausbeutung und Zerstörung freigekauft und ist nun unter dem symbolischen Namen "Regenwald der Österreicher" bekannt. Der Verein Regenwald der Österreicher sammelt auch weiterhin Spenden und betreibt in der Nähe der Station eine kleine Bungalowanlage - die Esquinas Rainforest Lodge. Auf der anderen Seite des Golfo Dulce, auf der nahen Halbinsel Osa befindet sich eine weitere, sehr bedeutende Nationalparkfläche: Der Corcovado Nationalpark. Beide Nationalparks sind über weite Flächen geschützter Waldareale miteinander verbunden. Im Südosten grenzt das (kleinere) Naturreservat von Golfito (ein Refugio Nacional de Vida Silvestre) an den Piedras Blancas Nationalpark.
Hohe Niederschlagsraten prägen die Landschaft der gesamten Golfo Dulce Region: Es gibt durchnittlich 5.930 mm Jahresniederschlag und es regnet an bis zu 300 Tagen im Jahr. Der Regen fällt meist am Nachmittag. Typischer Weise regnet es in heftigen Schauern in den Nachmittagsstunden. Eine regenreiche Periode von Mai bis November wechselt mit einer trockenen Phase von Dezember bis April, in der kleinere Bäche austrocknen und manche Baumarten ihr Laub abwerfen. Die Niederschläge prägen die Landschaft: Sie lassen Tieflandregenwälder gedeihen, formen das Gelände mit langen Rücken und sehr steilen Hängen, erodieren Bodenoberflächen (Hangrutschungen!) und bilden die zahllosen kleinen Bäche sowie die größeren Flüsse. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über gleichmäßig hoch: Das Jahresmittel liegt bei 28,3°C. Während es nachts rund angenehme 24°C hat, ist es tagsüber meist an die 33°C heiß und feucht. Im Anfang nicht mehr als eine Wellblechhütte... Im Jahre 1993 haben die österreichische Biologen Dr. Werner Huber und Dr. Anton Weissenhofer mit Unterstützung des "Vereins Regenwald der Österreicher" und der Universität Wien eine "Finca" (eine Art Landhaus - damals nicht viel mehr als eine Wellblechhütte) samt Garten angekauft. Durch Umbau und Zubau von zwei Unterkünften sowie einem Speisehaus und der Ausstattung mit wissenschaftlichen Geräten entstand eine international anerkannte Forschungsstation. Die Tropenstation bietet nun StudentInnen, ForscherInnen und Interessierten aus Österreich und anderen Ländern die Möglichkeit, Forschungsprojekte, wissenschaftliche Arbeiten, Exkursionen sowie Naturstudienreisen im tropischen Tieflandregenwald Costa Ricas durchzuführen. Im Jahr 1996 wurde mit der Anlage eines Botanischen Gartens begonnen, der bis heute langsam ergänzt und erweitert wird. Er beherbergt zahlreiche thematische Pflanzengruppen (wie z.B. Tropische Nutzpflanzen), ein Orchideenhaus, ein Bienenhaus, einen Naturteich und eine umfangreiche Sammlung an Helikonien, Bromelien und vielen Pflanzenarten des Nationalparks. Seit dem Jahr 2002 gibt es im Stationsgarten auch einen Schwimmteich - der "erste Naturschwimmteich" im tropischen Südwesten Costa Ricas! Was die Station heute zu bieten hat: Die Station umfasst heute:
Die vorhandene wissenschaftliche Grundausstattung steht den Bewohnern der Station frei zur Verfügung. Das Labor ist gegen einen geringen Nutzungsbeitrag verwendbar. genaueres siehe unter > Ausstattung Naturschutz und Entwicklungszusammenarbeit - zwei wichtige Anliegen Die Tropenstation ist ein wichtiges Instrument zur Erhaltung des Esquinas
Waldes. Unser erklärtes Ziel ist es, einen Beitrag zur Erforschung
tropischer Regenwälder zu leisten, Interesse für die Erhaltung und
Erforschung des Regenwaldes zu wecken und Laien und Naturinteressierten
die Möglichkeit zu geben, ihr Naturverständnis im Regenwald zu vertiefen.
1) Motivation und Unterstützung der Bevölkerung in der Region Der enge Kontakt des Stationsbesucher und -betreiber zur Bevölkerung wirkt
bewusstseinsbildend unter den
Einwohnern von La Gamba. Das Angebot an Arbeitsplätzen im Stationsbetrieb
erleichtert die Abwendung von unrechtmäßiger Jagd und Holzfällerei im Regenwald. Ein Projekt zur Förderung der höheren Schulbildung für Kinder aus La Gamba soll zur Verbesserung der Zukunft der Region beitragen. ...mehr darüber 2) Information und Sensibilisierung von Naturinteressierten Die Erforschung des Regenwaldes vertieft das Naturverständnis und fördert Naturschutzinitiativen. Genau dafür bietet die Station durch ihre Lage und Ausstattung eine gute Basis. Das heißt die Tropenstation La Gamba trägt durch die Erforschung des Regenwaldes zu dessen Erhaltung bei! Geführte Exkursionen vertiefen die Beziehung auch der nicht-wissenschaftlichen Besucher und Benutzer der Tropenstation zum Ökosystem Regenwald und steigern deren Bereitschaft sich für den Erhalt des Regenwaldes einzusetzen. Wer leitet die Station? Betreut und koordiniert wird die Station von den Wissenschaftern Dr. Werner Huber und Dr. Anton Weissenhofer vom Department für Strukturelle und Funktionelle Botanik / Fakultätszentrum für Biodiversität der Universität Wien. Wer arbeitet in der Station? Die ständigen Mitarbeiter der Station finden Sie auf
der Mitarbeiter-Seite. Infos für alle Besucher und Benutzer der Tropenstation auf unserer > Besucherseite Wer finanziert die Station? Der überaus positiven Bilanz in Bezug auf tropenrelevante Ausbildungs- und Forschungsstätigkeit steht immer das Problem der Finanzierung gegenüber. Für den laufenden Betrieb sind erhebliche Mittel an Personal- und Sachkosten aufzubringen, die nur zu einem geringen Teil durch Einhebung von Nutzungsgebühren erwirtschaftet werden können. Bis zum Jahr 2002 wurde die Station vorwiegend vom "Verein Regenwald der Österreicher" erhalten und in Zusammenarbeit mit der Universität Wien betrieben. Danach wurde der Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba gegründet, der die ideelle und finanzielle Unterstützung der Station zum Ziel hat und die erforderlichen materiellen Mittel durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring aus privater Hand sowie zusätzliche Förderungsmittel aus öffentlicher Hand, etc. einwirbt. Bis zum Jahr 2011 förderte das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung die Station durch direkte Zuteilung einer Basissubvention. Seit der bundesweiten Streichung dieser Förderungen läuft die Basissubvention über die Universität Wien.
Bei Fragen stehen wir ihnen gerne per email zu Verfügung! Ihr Tropenstation La Gamba Team |
> Klimadiagramm
druckfähig
Die Tropenstation anno 1996...
...und heute:
Die Koordinatoren |
Inhaltlich aktualisiert am:
27-04-2011
Webmaster: susanne.pamperl@univie.ac.at