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WISSENSWERTES

über die Tropenstation La Gamba


Regenwald
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             erforschen
                   erhalten

 

 
 
Lage Klima Geschichte Unsere Ziele Betrieb Verein

Für Infos rund um Aufenthalt in der Station, Aktuelles, Natur, Forschung, Publikationen und downloads benutzen Sie bitte den Navigationsbalken!

 

LAGE und UMGEBUNG                                                                                        

Hautnah am letzen mittelamerikanischen Tieflandregenwald... 

Die Tropenstation La Gamba befindet sich nahe der Pazifikküste im Süd-Westen Costa Ricas in der Provinz Puntarenas, 8 km im NNW der Stadt Golfito. Sie gehört zur kleinen Ortschaft La Gamba und liegt nur 4 km entfernt vom Interamerican Highway. Die nächstgelegene Stadt ist Golfito, welche auch einen Flugplatz besitzt, der von der Hauptstadt San José angeflogen wird. 

Geographische Koordinaten der Tropenstation
N 8°42"61', W 83°12'97"; Seehöhe: 70 m 

Die Station liegt in einem Tal direkt am Rande des Nationalparks Piedras Blancas, der den letzten primären tropischen Tieflandregenwald Mittelamerikas beherbergt. Im Süden wird das Nationalparkareal durch den Golfo Dulce und im Nordwesten durch den Rio Esquinas begrenzt, weshalb der Wald auch "Bosque Esquinas" benannt wird. 
Aufgrund geografischer und erdgeschichtlicher Gegebenheiten ist dieser Wald mit  rund 3000 verschiedenen Gefäßpflanzenarten der artenreichste Wald Mittelamerikas und zählt zu den artenreichsten Wäldern der Erde! Er ist begehrtes Studienziel zahlreicher naturwissenschaftlicher Forschungsrichtungen. Die Tropenstation bietet Basis und Ausstattung für die wissenschaftliche Feldarbeit.

Ein Teil des Waldes wurde vor vielen Jahren durch eine beispielhafte Aktion des Wiener Musikers Prof. Michael Schnitzler mit österreichischen Spendengeldern von der Ausbeutung und Zerstörung freigekauft und ist nun unter dem symbolischen Namen "Regenwald der Österreicher" bekannt. Der   Verein Regenwald der Österreicher sammelt auch weiterhin Spenden und betreibt in der Nähe der Station eine kleine Bungalowanlage - die Esquinas Rainforest Lodge.

Auf der anderen Seite des Golfo Dulce, auf der nahen Halbinsel Osa befindet sich eine weitere, sehr bedeutende Nationalparkfläche: Der Corcovado Nationalpark. Beide Nationalparks sind über weite Flächen geschützter Waldareale miteinander verbunden.

Im Südosten grenzt das (kleinere) Naturreservat von Golfito (ein Refugio Nacional de Vida Silvestre) an den Piedras Blancas Nationalpark.

 

KLIMA

Hohe Niederschlagsraten prägen die Landschaft der gesamten Golfo Dulce Region: Es gibt durchnittlich 5.930 mm Jahresniederschlag und es regnet an bis zu 300 Tagen im Jahr. Der Regen fällt meist am Nachmittag. Typischer Weise regnet es in heftigen Schauern in den Nachmittagsstunden. Eine regenreiche Periode von Mai bis November wechselt mit einer trockenen Phase von Dezember bis April, in der kleinere Bäche austrocknen und manche Baumarten ihr Laub abwerfen.

Die Niederschläge prägen die Landschaft: Sie lassen Tieflandregenwälder gedeihen, formen das Gelände mit langen Rücken und sehr steilen Hängen, erodieren Bodenoberflächen (Hangrutschungen!) und bilden die zahllosen kleinen Bäche sowie die größeren Flüsse. 

Die Temperaturen sind das ganze Jahr über gleichmäßig hoch: Das Jahresmittel liegt bei 28,3°C. Während es nachts rund angenehme 24°C hat, ist es tagsüber meist an die 33°C heiß und feucht.

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GESCHICHTE

Im Anfang nicht mehr als eine Wellblechhütte... 

Im Jahre 1993 haben die österreichische Biologen Dr. Werner Huber und Dr. Anton Weissenhofer mit Unterstützung des "Vereins Regenwald der Österreicher" und der Universität Wien eine "Finca" (eine Art Landhaus - damals nicht viel mehr als eine Wellblechhütte) samt Garten angekauft. 

Durch Umbau und Zubau von zwei Unterkünften sowie einem Speisehaus und der  Ausstattung mit wissenschaftlichen Geräten entstand eine international anerkannte Forschungsstation. Die Tropenstation bietet nun StudentInnen, ForscherInnen und Interessierten aus Österreich und anderen Ländern die Möglichkeit, Forschungsprojekte, wissenschaftliche Arbeiten, Exkursionen sowie Naturstudienreisen im tropischen Tieflandregenwald Costa Ricas durchzuführen. 

Im Jahr 1996 wurde mit der Anlage eines Botanischen Gartens begonnen, der bis heute langsam ergänzt und erweitert wird. Er beherbergt zahlreiche thematische Pflanzengruppen (wie z.B. Tropische Nutzpflanzen), ein Orchideenhaus, ein Bienenhaus, einen Naturteich und eine umfangreiche Sammlung an Helikonien, Bromelien und vielen Pflanzenarten des Nationalparks. 

Seit dem Jahr 2002 gibt es im Stationsgarten auch einen Schwimmteich - der "erste Naturschwimmteich" im tropischen Südwesten Costa Ricas! 

Was die Station heute zu bieten hat:

Die Station umfasst heute:

  • fünf Gebäude (Unterkunft für ges. 34 Personen, Küche + Essbereich, Arbeitsbereich, Labor)
  • eine leistungsfähige wissenschaftliche Ausstattung
  • einen Botanischen Garten

Die vorhandene wissenschaftliche Grundausstattung steht den Bewohnern der Station frei zur Verfügung. Das Labor ist gegen einen geringen Nutzungsbeitrag verwendbar.

genaueres siehe unter > Ausstattung

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ZIELE der Tropenstation

Naturschutz und Entwicklungszusammenarbeit - zwei wichtige Anliegen

Die Tropenstation ist ein wichtiges Instrument zur Erhaltung des Esquinas Waldes. Unser erklärtes Ziel ist es, einen Beitrag zur Erforschung tropischer Regenwälder zu leisten, Interesse für die Erhaltung und Erforschung des Regenwaldes zu wecken und Laien und Naturinteressierten die Möglichkeit zu geben, ihr Naturverständnis im Regenwald zu vertiefen.
Wir arbeiten sowohl an der Bewusstseinsbildung für die Schutzwürdigkeit des Regenwaldes, als auch an der Einbindung der lokalen Bevölkerung um deren wirtschaftliches Auskommen im Einklang mit dem Nationalpark zu sichern.
Die Ziele sind: 

  • Vertiefung des Naturverständnisses
  • Verbreitung des Naturschutzgedankens in der  einheimische Bevölkerung
  • Engagement für Entwicklungshilfeprojekte der Region. 

1) Motivation und Unterstützung der Bevölkerung in der Region

Der enge Kontakt des Stationsbesucher und -betreiber zur Bevölkerung wirkt bewusstseinsbildend unter den Einwohnern von La Gamba. Das Angebot an Arbeitsplätzen im Stationsbetrieb erleichtert die Abwendung von unrechtmäßiger Jagd und Holzfällerei im Regenwald. 
Seit vielen Jahren engagieren sich die Mitarbeiter der Tropenstation für Entwicklungshilfeprojekte der Region. So wurden die früheren Holzfäller als Nationalpark Ranger und Landschaftspfleger ausgebildet und eine Reihe von Einwohnern La Gambas finden direkt in der Tropenstation Arbeit. 

Ein Projekt zur Förderung der höheren Schulbildung für Kinder aus La Gamba soll zur Verbesserung der Zukunft der Region beitragen. ...mehr darüber

2) Information und Sensibilisierung von Naturinteressierten

Die Erforschung des Regenwaldes vertieft das Naturverständnis und fördert Naturschutzinitiativen. Genau dafür bietet die Station durch ihre Lage und Ausstattung eine gute Basis. Das heißt die Tropenstation La Gamba trägt durch die Erforschung des Regenwaldes zu dessen Erhaltung bei!

Geführte Exkursionen vertiefen die Beziehung auch der nicht-wissenschaftlichen Besucher und Benutzer der Tropenstation zum Ökosystem Regenwald und steigern deren Bereitschaft sich für den Erhalt des Regenwaldes einzusetzen.

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Der STATIONSBETRIEB

Wer leitet die Station?

Betreut und koordiniert wird die Station von den Wissenschaftern Dr. Werner Huber und Dr. Anton Weissenhofer  vom Department für Strukturelle und Funktionelle Botanik / Fakultätszentrum für Biodiversität der Universität Wien.

Wer arbeitet in der Station?

Die ständigen Mitarbeiter der Station finden Sie auf der Mitarbeiter-Seite.
Weiters nimmt die Station Praktikanten, Volontäre und Zivildiener auf, die mit ihrem Einsatz die Arbeit der Tropenstation tatkräftig unterstützen.

Infos für alle Besucher und Benutzer der Tropenstation auf unserer > Besucherseite

Wer finanziert die Station?

Der überaus positiven Bilanz in Bezug auf tropenrelevante Ausbildungs- und Forschungsstätigkeit steht immer das Problem der Finanzierung gegenüber. Für den laufenden Betrieb sind erhebliche Mittel an Personal- und Sachkosten aufzubringen, die nur zu einem geringen Teil durch Einhebung von Nutzungsgebühren erwirtschaftet werden können.

Bis zum Jahr 2002 wurde die Station vorwiegend vom "Verein Regenwald der Österreicher" erhalten und in Zusammenarbeit mit der Universität Wien betrieben.

Danach wurde der Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba gegründet, der die ideelle und finanzielle Unterstützung der Station zum Ziel hat und die erforderlichen materiellen Mittel durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring aus privater Hand sowie zusätzliche Förderungsmittel aus öffentlicher Hand, etc. einwirbt.

Bis zum Jahr 2011 förderte das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung die Station durch direkte Zuteilung einer Basissubvention. Seit der bundesweiten Streichung dieser Förderungen läuft die Basissubvention über die Universität Wien.


Auch Sie haben die Möglichkeit, die Tropenstation zu unterstützen, und dadurch 
einen Beitrag zur Erforschung und Erhaltung des Regenwaldes zu leisten:

Werden Sie Mitglied des Vereins zur Förderung der Tropenstation La Gamba!


-> Mitglied werden

Informieren Sie sich hier, wie Sie die Tropenstation sonst noch unterstützen können!

 

Bei Fragen stehen wir ihnen gerne per email zu Verfügung!

Ihr Tropenstation La Gamba Team

 


Küste des Golfo Dulce


Rio Esquinas


La Gamba

  Klimadiagramm Tropenstation La Gamba über 12 Jahre

 > Klimadiagramm druckfähig
(jpg, 272kb)

 

Die Tropenstation anno 1996...

  

 

...und heute:


Estacion
Hauptgebäude der Station.


Casa Matula nueva
Unterkunft für 18 Personen


Casa Nueva
Unterkunft für 8 Personen


Comedor
Küche und Speiseveranda


Rancho
Gartenpavillon


Schwimmteich


Ein Blick in den Garten.

 

 

Die Koordinatoren


Dr. Werner Huber


Dr. Anton Weissenhofer

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Inhaltlich aktualisiert am: 27-04-2011
Webmaster: susanne.pamperl@univie.ac.at